„pH-Wertmessung in ausgewählten Applikationsgebieten“
Winfried Vonau, Wolfgang Fichtner und Ulrich Guth
Die Messung des pH-Wertes gehört neben der Bestimmung des Sauerstoffgehaltes im Abgas von Automobilen derzeit
wohl zu den am häufigsten durchgeführten elektrochemischen Analysen. Er ist an das Vorhandensein von Wasser
gebunden und thermodynamisch über die NERNSTsche Gleichung klar definiert.
Obwohl gegenwärtig für die pH-Wert-Messung sowohl im Labor, als auch in der industriellen und Feldanwendung der
Einsatz von nach DIN 19 263 standardisierten Elektroden vorherrscht, gibt es Gebiete, auf denen sich deren
Einsatz verbietet oder wo er unvorteilhaft ist. Hier sind Entwicklungsarbeiten zur Optimierung und Adaption der
konventionellen Sensortechnik erforderlich oder es müssen eingesetzt werden. Messtechnisch ist der pH-Wert gemäß
Abbildung 1 auf unterschiedliche Weise zugänglich.
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Abbildung 1: Experimentelle Möglichkeiten zur pH-Wert-Bestimmung
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Im Folgenden werden unter Berücksichtigung elektrochemischer und nichtelektrochemischer Analysenmethoden anhand
einiger ausgewählter Beispiele von der Routineanwendung abweichende pH-Messaufgaben und deren Lösungswege aufgezeigt.
Elektrochemische Messungen
pH-Messung in Biorektoren und Chemostaten mit konventionellen miniaturisierten Glaselektroden
In Bioreaktoren werden häufig zur Überwachung der Kultivierung und zur Erfassung prozessspezifischer Parameter in
fermentativen Synthesen pH-Sensoren eingesetzt (Abb. 2). Beispielsweise kommen im neu entwickelten Miniatur
Multisensor-Chemostaten erstmalig neben kalorimetrischen auch miniaturisierte elektrochemische Sensoren, u.a.
auch pH-Sensoren (Abb. 3), zum Einsatz. Die zur Online-Messung benutzten in Feinwerktechnik hergestellten
miniaturisierten pH-Einstabmessketten, die aus der pH-Glas-Messelektrode und der gelbasierten
Ag/AgCl-Referenzelektrode mit Keramikdiaphragma bestehen (Abb. 4), haben nur einen Durchmesser von 3 mm. Damit
sind sie insbesondere zur Integration in eine Multisensoranordnung und zur Messung in kleinsten Volumina
(ca. 25 ml Reaktorvolumen) geeignet.
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Abbildung 2: Verlauf der pH-Wert-Messung mit miniaturisiertem Sensor während einer Fermentation von Milchsäurebakterien
Dauer: 142 Stunden, Temperatur: 42 °C, ohne Begasung, B - Beimpfung mit der Vorkultur
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Abbildung 3: Miniaturisierte pH-Einstabmesskette zum flüssig keitsdichten Einbau in kleine Messzellen oder Reaktionsgefäße
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Abbildung 4: Sensorkopf mit pH-sensitiver Membran und Diaphragma der Referenzelektrode
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pH-Messung mit Dickschicht-Glaselektroden im Fleisch
In vielen Fällen besteht Interesse daran, feste Lebensmittel, beispielsweise Käse oder Fleisch, bezüglich
physikalischer, chemischer und/oder biochemischer Parameter zu untersuchen. Speziell der pH-Wert wird oft
herangezogen, wenn abzuschätzen ist, ob ein Produkt noch genießbar oder bereits verdorben ist.
Heute werden hauptsächlich flüssigabgeleitete Glaselektroden verwendet. Man ist jedoch bestrebt, pH-Elektroden
in Dickschichttechnik einzusetzen, die einerseits eine höhere mechanische Stabilität besitzen und
miniaturisierbar sind; andererseits ist die Möglichkeit einer kostengünstigeren und automatisierbaren Fertigung
gegeben.
Entwickelt wurde eine planare pH-Einstabmesskette, bestehend aus einer pH-Glaselektrode und einer
Bezugselektrode, beide auf die Vorder- und Rückseite eines isolierten Stahlsubstrates platziert. Abbildung 5
zeigt eine Aufnahme der Vorder- und Rückseite der pH-Einstabmesskette in Dickschichttechnik. Die
Referenzelektrode besteht aus einer glashaltigen Zwischenschicht, in die ein Chlorid-Reservoir mit 40 Masse-%
NaCl eingelagert ist. Diese Glasschicht ist zwischen einer Ableitelektrode (Ag/AgCl) und einer Polymerabdeckung
angeordnet.
Es ist sinnvoll, auf der dem Messmedium zugewandten Seite des Sensors dem Stahlsubstrat eine scharfkantige
Spitze zu verleihen, so dass der pH-Sensor direkt in ein festes Objekt eingestochen werden kann. Das Stahlsubstrat
wird zur elektrischen Isolierung in ein Polymer eingebettet. Die Kontaktierung mit dem Ableitkabel wird durch eine
entsprechende Steckverbindung gewährleistet, so dass ein Austauschen des Sensorkopfes problemlos erfolgen kann. Der
Aufbau des gesamten Sensors, bestehend aus Sensorkopf, Sensorschaft und Ableitkabel ist in Abbildung 6 dargestellt.
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Abbildung 5: Dickschicht-pH-Sensor
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Abbildung 6: Einstichelektrode zur pH-Messung fester Lebensmittel
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Der pH-Wert gestattet uns Aussagen über die Qualität von Fleisch, u.a. dessen Haltbarkeit, Bindekraft und Pökelbereitschaft zu treffen.
pH-Messung im Magen mit Antimonelektroden
Chronischer Rückfluss von saurem Magen- oder alkalischem Darmsaft in den Ösophagus führen bei Teilen der
Bevölkerung zu einer Alteration der Schleimhaut, die mit relativ häufigen und typischen Beschwerden ohne
nennenswerte histomorphologische Veränderungen einhergeht [1]. Bei vielen Patienten mit chronischem Reflux
entwickelt sich jedoch eine erosive Entzündung der Speiseröhre mit Komplikationen wie Stenose oder maligner
Schleimhauterkrankung. Die Kontaktzeit des Refluates mit der Schleimhaut der Speiseröhre gilt als wesentlicher
pathogenetischer Faktor der Refluxkrankheit. Für deren Diagnostik sowie für Untersuchungen direkt im Magen hat
sich seit langem die elektrochemische pH-Metrie etabliert, vor allem, weil sie gegenüber röntgenologischen und
szintigraphischen Verfahren überlegen ist [2]. Üblich ist mittlerweile die sog. 24h-pH-Metrie. Bisher bekannte
Sonden erfordern für ihre Herstellung einen sehr erheblichen Aufwand an mikromechanischen und glasbläserischen
Fertigungsschritten.
Eine gegenüber bisher vorhandenen Magensonden verbesserte Lösung [3], die in Abbildung 7 schematisch und in
Abbildung 8 gegenständlich dargestellt ist, weist mehrere Vorteile auf.
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Abbildung 7: pH-Magensonde (schematische Darstellung)
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Abbildung 8: pH-Magensonde, bestehend aus Sb-Indikator- und gelförmiger Bezugselektrode
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pH-Messung in der Biologie mit Rutheniumoxid-Dickschichtelektrodenelektroden
Metall-Metalloxid-Elektroden auf der Basis von halbleitenden Oxiden
(PtO2, IrO2, RuO2, OsO2, Ta2O3, TiO2, PdO, SnO2, ZrO2 und PbO2), vorzugsweise der Gruppe der Platinmetalle,
eignen sich besonders für miniaturisierte Strukturen zur pH-Wert-Bestimmung [4, 5].
Die Metall-Metalloxidstrukturen können durch thermische bzw. anodische Oxydation von Metallelektroden,
durch Zersetzung von Metallsalzen auf einem Ableitkontakt oder durch das Einbringen des Metalloxids
in eine inerte Matrix erzeugt werden.
Grundlage der Elektroden bildet ein RuO2-Pulver der Fa. Alfa Aesar (A Johnson Matthey Company), welches nach
Herstellerangaben Partikelgrößenverteilungen im Submikrometerbereich besitzt. Die spezifische Oberfläche des
Rutheniumoxidpulvers beträgt zwischen 45 - 65 m²/g. Sauerstofftitrationsmessungen zeigen einen direkte Zerfall
des RuO2-Pulvers ohne Zwischenstufen ab 900 °C. Das heißt, Zwischenoxidationsstufen sind nach dem Sintern nicht
zu erwarten.
Die Herstellung der Sensorstrukturen erfolgt mittels Siebdrucktechnik. Diese Beschichtungstechnologie hat sich
auf Grund der hohen Flexibilität und Produktivität bei geringen Investitionskosten als sehr zweckmäßig für die
Herstellung von elektrochemischen Sensoren erwiesen.
Für die Rutheniumoxid-Dickschichtelektroden werden Pasten auf der Grundlage von Polymeren und Glasfritten als
inerte Matrix verwendet. Die Ableitelektrode besteht aus einer Platinschicht, welche gleichzeitig für die
Ankontaktierung verwendet wird. Nach dem Aufdrucken der Rutheniumoxidelektrode wird diese mittels einer
polymeren Paste auf der Basis von Epoxidharzen maskiert (Abb. 10). Die geometrische Elektrodenfläche beträgt
nach dieser Maskierung ca. 7 mm².
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Abbildung 9: Labormuster einer RuO2-Elektroden
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Abbildung 10: Physiosensor zur Analyse von Speichel, Urin und Serum Analytvolumen 200 µL (Minium), Einmalsensor
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Die Sensorkennlinien der Rutheniumoxid-Dickschichtelektroden zeigen quasi NERNST'sches Verhalten, wobei auf
Grund der elektrochemischen Eigenschaften eine, von den korrespondierenden Spezies abhängige
Redoxempfindlichkeit zu verzeichnen ist.
Diese Eigenschaften prädestinieren diese Ruthenium-Dickschichtelektroden für den Einsatz in
Lab-on-Chip-Systemen (Abb.10) mit relativ konstanten Randbedingungen, wie es beispielsweise bei der
Stoffwechseldiagnostik und biomedizinischen Anwendungen der Fall ist.
pH-Messung in der Medizintechnik mit ISFET-Sensoren
ISFET (Ionensensitive Feldeffekttransistoren) sind chemische Sensoren auf Halbleiterbasis. Entsprechend
Abbildung 11 ist bei einem ISFET zur Messung des pH-Wertes die metallische Gate-Elektrode eines
MOS-Feldeffekttransistors durch eine dünne pH-sensitive Schicht aus
Si3N4, Al2O3 oder Ta2O5 ersetzt.
Diese Sensoren haben sehr kleine Abmessungen, eine kurze Ansprechzeit.
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Abbildung 11: Wirkprinzip und elektrische Betriebsschaltung eines ISFET-Sensors
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Insbesondere die Verkapselung und Kontaktierung von ISFET ist ein schwieriges technologisches Problem.
Funktionsbedingt muss die chemisch sensitive Fläche des Mikrosensorchips unmittelbaren Kontakt zu dem Messmedium
haben, während andererseits die davon nur ca. 1 mm entfernten Chipkanten und elektrischen Kontaktierungen
zuverlässig vor der korrosiven Einwirkung des Messmediums geschützt werden müssen [6]. Am Kurt-Schwabe-Institut
wurden spezielle Technologien zur Verkapselung der Sensorchips im Labormaßstab entwickelt [7].
ISFET-pH-Sensoren wurden zur Lösung spezieller Messprobleme auf verschieden Forschungsgebieten, u.a. zur
nichtinvasiven In-vivo-Messungen in der Medizin [8] eingesetzt.
Abbildung 12 zeigt zwei Ausführungsformen von ISFET-Messsonden für den Einsatz in der Stomatologie (a)
und Gynäkologie (b).
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Abbildung 12: ISFET-pH-Messsonden für In-vivo-Mess-ungen in der Stomatologie (a) und Gynäkologie (b).
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Ein Beispiel für die Anwendung der ISFET-pH-Messsonde nach Abb. 12(a) ist in Abb. 13 dargestellt. Die
Änderung des pH-Wertes des Speichels während und nach der Spülung mit einer sauren Lösung wurde in Abhängigkeit
von verschiedenen Einflussgrößen bestimmt.
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Abbildung 13: Ergebnisse der pH-Messung mit einer ISFET-Messsonde bei einem Mundspülversuch
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Nichtelektrochemische Messung
Optoden
In den letzten Jahren haben sich auf dem Gebiet der pH-Messungen kolorimetrische Verfahren und faseroptische
Sensoren (Optoden) als Alternativen zu elektrochemischen Anordnungen für spezielle Messaufgaben
zunehmend etabliert. Als indirekte Applikation der pH-Messung ist die CO2-Gasmessung zu nennen, bei der der zu
ermittelnde Partialdruck den pH-Wert eines Puffers beeinflusst und dann mit kolorimetrischen Anordnungen erfasst
wird.
Im Kurt-Schwabe-Institut wird derzeit in Kooperation mit:
- der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Technische Chemie und Makromolekulare Chemie,
- DYOMICS, Jena und dem
- CiS Institut für Mikrosensorik gGmbH, Erfurt
ein Enzymsensor entwickelt, um geringe Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) zu bestimmen (Abb. 14).
Die Arbeitsweise des Enzymsensors wird durch die im Folgenden aufgeführten Teilschritte beschrieben. Der zu
untersuchende Analyt wird mittels eines Durchflusssystems in die Analytkammer transportiert. Ein geringer
Überdruck lässt den Analyten zunächst durch die Poren einer CPG-Membran mit darin immobilisiertem Enzym strömen.
CPGs sind poröse Silicatglasmembranen mit definierten optischen Eigenschaften, bei denen durch eine
Funktionalisierung der Porenoberfläche (Aminosilanisierung) Enzyme und Indikatorfarbstoffe immobilisiert
werden können. Die mittlere Porenweite der eingesetzten CPGs lag bei 66 nm, somit bietet die Membran eine
große spezifische Fläche zur Immobilisierung. Bei Abwesenheit von PSM wird durch das Enzym Acetylcholinesterase
das in niedrig konzentriertem Phosphatpuffer gelöste Acetylcholin zu Essigsäure umgesetzt. Diese erniedrigt den
pH-Wert des Phosphatpuffers. Bei Zusatz von PSM zum Analyt wird durch die Hemmung der Enzymfunktion weniger
Essigsäure gebildet, woraus eine geringere Absenkung des pH-Wertes resultiert. Die Detektion der PCM abhängigen
pH-Wert-Änderung wird durch einen integrierten optischen pH-Sensor per pH-Indikatorfarbstoff (Abb. 15)
realisiert.
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Abbildung 14: Prinzipdarstellung eines Enzymsensors zur Messung der Konzentration von PSM mit integrierter optischer pH-Messzelle
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Der in den pH-Sensor eingesetzte mikro-optoelektronische Sensor MORESTM zur Signalerzeugung (LED) und
Aufnahme (Photodioden) ist planar ausgebildet. Der Vorteil von MORESTM gegenüber einem faseroptischen Sensor
besteht im geringeren gerätetechnischen Aufwand, da zusätzlich lediglich eine Signalverarbeitung benötigt
wird.
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Abbildung 15: Spektrales Verhalten des Systems BS121/CPG-Membran, Absorptionsspektren der BS121/CPG-Membran bei Variation des pH-Wertes, Farbstoffkonzentration im Cocktail: 0,25 mM
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Abbildung 16 zeigt am Beispiel von Kalibrierkurven der Membran BS121/CPG die Funktionstüchtigkeit des
Messsystems. Das Ansprechen des pH-Sensors wird im Bereich pH = 7 bis 9 demonstriert, dem Arbeitsbereich für die
Detektion der PSM. Über einen Zeitraum von 14 Tagen konnten gut übereinstimmende Messergebnisse erzielt.
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Abbildung 16: Photostrom in Abhängigkeit vom pH-Wert der Pufferlösung (links). Abhängigkeit des Photostromes der PD bei kontinuierlichem Wechsel zwischen den pH-Werten pH = 8,73 und pH = 7,09 (rechts). Ionenstärke: 100 mM, Wellenlänge: 670 nm, mittl. Porendurchmesser der CPG-Membran: 66 nm, transmembrane Druckdifferenz: 125 mbar.
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Das optische pH-Messsystem eignet sich gut zur Bestimmung des pH-Wertes. Die Ansprechzeit konnte gegenüber den
Messungen am UV/VIS-Spektrometer um mehr als 80% gesenkt werden und liegt im Mittel bei ca. 2 Minuten.
Die Herstellung poröser Glasmembranen mit maßgeschneiderten Textureigenschaften sowie definierter Geometrie und
die modulare Bauweise der Messzelle versprechen einerseits die Möglichkeit der Fertigung identischer
Indikator/ bzw. Enzym/CPG-Membranen und andererseits einen schnellen und unkomplizierten Austausch der
Membranen. Die Kombination der neuen mit Indikator präparierten Sensormaterialien mit miniaturisierter
Optik ist, in einem Durchflusssystem integriert, eine viel versprechende Entwicklung auf dem Gebiet der
optischen pH-Messung.
Winfried Vonau
Wolfgang Fichtner
Ulrich Guth
Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik e.V. Meinsberg
Kurt-Schwabe-Straße 4
04270 Ziegra-Knobelsdorf
Tel.: +49 (0)34327 608-103
E-Mail: vonau@ksi-meinsberg.de